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Kondensat auf Aussen –und Innenscheiben kann vermieden werden
Kondensat auf der Aussenseite der Verglasung
Scheiben beschlagen, wenn sie kälter als die umgebende Aussenluft und wenn diese Luft mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Je besser ein Bauteil die Wärme dämmt, umso grösser ist der Temperaturunterschied zwischen innen und aussen. Hoch wärmedämmende Isoliergläser, z. B. 3-fach Isolierglas (niedrige U-Werte), sind von der Kondensatbildung stärker betroffen, weil hier besonders wenig Wärme von innen nach aussen abgegeben wird und sich folglich die Aussenscheibe von innen nach aussen her nicht oder kaum erwärmt. Beschlagene Aussenscheiben sind ein Zeichen für beste Isolationseigenschaften.
Die Kondensation auf der Aussenscheibe ist ein Effekt, der durch die physikalische sowie klimatische Randbedingungen und hohe Isolationsgüte unvermeidbar ist. Jedoch kann man den Effekt kaschieren, indem man seine Isolierverglasung mit selbstreinigenden Fenstergläsern ausstattet, deren Beschichtung wasseranziehend ist. Auf der Glasoberfläche bildet sich durch das Kondenswasser einen gleichmässigen Film, der Durchsicht ermöglicht.
Kein Mangel
Beschlagene Scheiben stellen keinen Mangel dar. Im Gegenteil: Es ist sozusagen ein Qualitätsmerkmal dafür, dass die Wärmedämmung wirklich funktioniert. Die Heizwärme bleibt im Raum und die Aussenscheibe bleibt kalt. Je besser die Dämmung ist, desto kälter bleibt die Scheibe.
Kondensat auf der Innenseite der Verglasung
Kondensat auf Innenscheiben bildet sich meist in Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit. Auch eine Behinderung der Luftzirkulation kann die Niederschlagsneigung fördern. Gemäss den einschlägigen Normen muss die Wärmeleistung und Wärmeverteilung so geplant werden, dass die warme Luft beim Fenster aufsteigt und der Decke entlang in den Raum zirkuliert, so dass die kühlere Luft vom Rauminnern dem Boden entlang gegen das Fenster strömt und dort wiederum aufgewärmt wird. Die Ausführung mit Bodenheizkonvektoren entlang der Verglasungspartien wird empfohlen und ist erforderlich, da die Behaglichkeit auch in andauernd kalten Wintern (letztmals Februar 2012) garantiert werden kann und ein Kälteabfall praktisch ausgeschlossen wird. In dieser normen- konformen Konstellation gibt es das Empfinden von Zuglufterscheinungen nicht und es entsteht kaum Kondensat auf den Fensterelementen.
Mit steigender Isolierglasqualität steigt die Oberflächentemperatur der Innenscheibe, da der Wärmestrom zur Aussenscheibe sehr gering ist. Je höher die Temperatur der Innenscheibe, desto geringer ist deren Neigung zum Beschlagen.
Durch richtiges Lüften beugen Sie der Kondenswasserbildung am wirkungsvollsten vor.






